Hilfe für Japan

Am 11. März 2011 erschütterte eine der schwersten Naturkatastrophen der jüngeren Geschichte den Nordosten Japans. Ein gewaltiges Erdbeben mit anschließender Tsunamiwelle verwüstete ganze Landstriche. Besonders dramatisch waren die Folgen des anschließenden Atomunfalls im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi – der erste Atom-GAU seit Tschernobyl. Hunderttausende Menschen mussten ihre Heimat verlassen. Bis heute sind große Gebiete radioaktiv belastet.

 

Als Zeichen gelebter internationaler Solidarität startete die Deutsch-Japanische Gesellschaft in der Auslandsgesellschaft.de e.V. unmittelbar nach dem Unglück einen Hilfe- und Spendenaufruf. Ziel war es, nicht nur kurzfristig Nothilfe zu leisten, sondern auch langfristige Perspektiven zu schaffen – insbesondere für die jüngsten Betroffenen der Katastrophe.

Ferienaufenthalte auf Okinawa: Heilung für Körper und Seele

In Anlehnung an das Modell „Kinder aus Tschernobyl“ wurden mit den Spenden Erholungsaufenthalte für Kinder und Jugendliche aus den verstrahlten Gebieten rund um Fukushima organisiert. Seit 2011 konnten so bereits rund 1.800 Kinder und ihre Familien an eigens konzipierten Ferien-Camps auf der japanischen Insel Okinawa teilnehmen – einem Ort fernab der Gefahrenzone, mit sauberer Luft, gesundem Essen und einer friedlichen Umgebung.

Trommler- Hilfe für Japan | Auslandsgesellschaft.de

Diese Camps bieten weit mehr als Erholung: Sie ermöglichen Kindern und Eltern, Abstand vom belastenden Alltag in den Sperrgebieten zu gewinnen, soziale Kontakte zu knüpfen und neue Lebensfreude zu schöpfen. Die Aufenthalte beinhalten gemeinsame Freizeitaktivitäten, psychologische Begleitung, Bildungsangebote und viel Raum für Austausch und Gemeinschaft.

Gelebte Völkerverständigung zwischen Deutschland und Japan

Das Projekt ist ein lebendiges Beispiel für interkulturelle Zusammenarbeit. Die Japanhilfe der Auslandsgesellschaft.de e.V. stärkt nicht nur die betroffenen Familien vor Ort, sondern auch die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan.  Dabei handelt es sich um ein rein spendenfinanziertes Projekt, das durch das Engagement ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer sowie durch Kooperationen mit lokalen Partnern auf Okinawa realisiert wird. Das Projekt setzt damit ein dauerhaftes Zeichen der Menschlichkeit – jenseits kurzfristiger medialer Aufmerksamkeit.

Alle Informationen zu den bisherigen Maßnahmen, zur aktuellen Lage in Fukushima und zu geplanten Aktionen finden sich transparent dokumentiert auf dem offiziellen Projektblog: hilfefuerjapan2011.wordpress.com

Hier berichten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Helferinnen und Helfer sowie Organisatorinnen und Organisatoren aus erster Hand – ein eindrucksvolles Zeugnis davon, wie nachhaltige Hilfe wirkt und Leben verändert.

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