Europa als Steueroase für Tech-Riesen und Großkonzerne? Schätzungen zufolge verlagern multinationale Unternehmen bis zu 36 % ihrer Gewinne in Niedrigsteuerländer, um ihre Steuerlast erheblich zu reduzieren. Diese Zahlen verdeutlichen eindrucksvoll, wie groß die Bedeutung wirksamer Maßnahmen gegen aggressive Steuerplanung ist.
Die Europäische Union geht bereits mit der Anti-Tax-Avoidance-Richtlinie (ATAD) gegen Gewinnverlagerungen vor und hat mit der jüngst eingeführten globalen Mindeststeuer erstmals eine Untergrenze von 15 % für die Besteuerung multinationaler Konzerne geschaffen. Damit wird ein zentraler Schritt unternommen, um den internationalen Steuerwettbewerb einzudämmen.
Gleichzeitig bleibt die spannende und politisch hoch umstrittene Frage offen, wie viel Steuerwettbewerb zwischen den Mitgliedsstaaten sinnvoll ist und ob es eine stärkere Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung braucht, um Schlupflöcher wirksam zu schließen.
Julia Spix, Wissenschaftlerin am Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsförderung, forscht im Bereich Unternehmensbesteuerung und Steuerharmonisierung. Sie wird die Mechanismen hinter Steuervermeidung, die Folgen für europäische Staaten und die aktuellen Diskussionen über die Zukunft des Steuerwettbewerbs in der EU einordnen und mit dem Publikum diskutieren.
Die Veranstaltung findet Online statt. Zoom Link:
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