Fadwa Schmitz: Kleine Ursachen mit großer Wirkung

Fadwa Schmitz hat schon einige Richtungswechsel hinter sich. Von Marokko über Hagen nach Dortmund, vom Studium über die Veranstaltungsarbeit bis in den Führerstand einer Lok: Sie geht ihren eigenen Weg – neugierig, entschlossen und immer mit einem Plan B in der Tasche.

Wer jetzt bereits ein bestimmtes Bild von Frau Schmitz im Kopf hat, der kann es auch gleich wieder löschen. Denn hinter dem Allerweltsnamen , der neben Müller, Meier oder Schulze einer der häufigsten ist, verbirgt sich eine junge Frau aus Khouribga (Marokko). Frau Schmitz heißt mit Vornamen Fadwa (ausgespr.: Fadua) 

Von Khouribga nach Dortmund

Fadwa hat schon so viel erlebt: Sie hat drei Jahre Anglistik und Linguistik und kurz Biologie in ihrer Heimat studiert, war kurz verheiratet, hat als Küchenkraft gearbeitet und den Lieferservice koordiniert. 2022 kam sie nach Deutschland, genauer gesagt nach Hagen.

 

Bei uns an der Steinstraße arbeitet sie im Veranstaltungsbereich, bereitet alles vor und betreut unsere Veranstaltungen.  Bei den Cambridge-Prüfungen führt sie die Aufsicht, sie passt auf, dass niemand schummelt.

Fußball, Frauenrechte und eigene Wege

Fadwa ist keine, die lange stillhält. Was sie aber vor allem auszeichnet ist, dass sie ihren Kopf zum Denken nutzt. Und das hat es ihr in der Heimat manchmal schwer gemacht. Sie geht ihren eigenen Weg, beharrlich und mit Biss. Fadwa überlegt, wägt ab und entscheidet dann.

 

Sie konnte und wollte nicht stillhalten – und sie wollte vor allem auch etwas tun, was ihr Spaß macht, und wo sie sich „reinknien“ konnte. „Das mit den Frauenrechten war alles nicht so richtig logisch“.

 

Und was die Bewegung betrifft: Fadwa spielt mit ihrer Frauschaft in der Kreisliga Fußball. Ihre Kolleginnen und sie haben den 3. Platz ergattert. Das braucht aber auch viel Training, dienstags und donnerstags wird hart gebolzt, und jeden Sonntag haben sie ein Spiel. „Endlich kann ich das machen, was ich schon in Marokko machen wollte. Ich mag Herausforderungen.“

Portrait Fadwa Schmitz

Wenn der Schmetterling mit den Flügeln schlägt

Wie aber kommt es, dass sie sich in so jungen Jahren ihrer selbst so sicher ist? Sie glaubt an die Butterfly-Theory. „Das leichte Flattern der Flügel eines Schmetterlings mag bis zur anderen Seite der Welt spürbar sein“, so ein chinesisches Sprichwort. Dabei ist es wichtig, in sich hineinzuhorchen und jederzeit bereit zu sein, seine Pläne zu ändern.

 

Menschen, die Erfolg haben, haben auch immer einen Plan B in der Tasche. So auch Fadwa: Sie nimmt Ereignisse mit Neugier und Akzeptanz an. Sie ist vorbereitet auf das Unerwartete, das hilft mit den Höhen und Tiefen des Lebens umzugehen.

 

Und dann setzt Fadwa noch eins drauf: Sie lernt den Beruf der Lokomotivführerin. Ja, kleine Ursachen können große Wirkung haben. Fadwas Flügel schlagen.

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