Ehrentag Dortmund 2026: Wir machen mit
Am 23. Mai feiert das Grundgesetz Geburtstag – und mit ihm ein Land, das sich vor 77 Jahren entschieden hat, Demokratie zu leben. Genau dafür wurde der Ehrentag ins Leben gerufen: ein bundesweiter Mitmachtag, an dem überall in Deutschland das bürgerschaftliche Engagement gefeiert und durch Aktionen gemeinschaftliches Miteinander gestärkt wird. Die Auslandsgesellschaft ist dabei, mitten in der Stadt, mit Gummibärchen, Komplimenten und einer ganz einfachen Idee.
22. und 23. Mai 2026, 10 bis 18 Uhr
Platz von Netanya, 44137 Dortmund

Was ist der Ehrentag?
Der Ehrentag ist eine gemeinsame Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE). Sein Datum ist mit Bedacht gewählt: der 23. Mai – jener Tag, an dem 1949 das Grundgesetz verkündet und damit das Fundament unserer Demokratie gelegt wurde.
„Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen.”
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Unter dem Motto „Für dich. „Für uns. Für alle.” finden zwischen dem 16. und 31. Mai bundesweit Aktionen statt – große und kleine, leise und laute. Aufräumaktionen im Park, Mitsingkonzerte, Spieleabende im Seniorenheim, Lesungen, Nachbarschaftsfeste. Wer mitmachen oder eine eigene Aktion eintragen möchte, findet auf ehrentag.de einen Engagement-Finder mit allen Mitmach-Angeboten in der Nähe.
Warum die Auslandsgesellschaft mitmacht?
Für uns ist das Grundgesetz nicht abstrakt. Es ist die Grundlage dafür, dass Menschen aus über 100 Nationen in Dortmund zusammenkommen, Sprachen lernen, Erfahrungen teilen und einander begegnen können. Artikel 3 – „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft … benachteiligt oder bevorzugt werden” – ist für uns kein Paragraph in einem Buch, sondern täglicher Auftrag. Demokratie, Vielfalt und internationale Verständigung gehören für uns zusammen. Deshalb schauen wir am Ehrentag bewusst auch über die Grenze hinaus: Das Grundgesetz und das europäische Recht sind eng miteinander verwoben – ein Zusammenhang, der im Alltag oft unsichtbar bleibt, aber genau dort wirkt, wo Freiheit, Gleichberechtigung und Schutz der Menschenwürde gelebt werden.
Unsere Aktion: Komplimente, die weiterwandern
Am 22. und 23. Mai stehen wir mit einem Stand auf dem Platz von Netanya – und haben etwas dabei, das man eigentlich nicht ablehnen kann: Gummibärchen. Aber nicht einfach so. An jeder Tüte hängt ein Flyer mit einer freundlichen Bitte: Gib sie weiter. An jemanden, dem du ein Kompliment machen möchtest. Auf dem Flyer erklären wir, was der Ehrentag bedeutet, welche Rechte und Freiheiten unser Grundgesetz garantiert – und warum Demokratie kein Selbstläufer ist, sondern ein Privileg, das gelebt werden will. So verbinden wir Information mit einem winzigen, sehr konkreten Moment der Wertschätzung. Denn das ist die Idee des Ehrentags im Kern: nicht über Werte reden, sondern sie kurz spürbar machen.
Zwei Wochen Grundgesetz im Netz: unsere Social-Media-Kampagne
Die Aktion in der Innenstadt ist nur ein Teil. Parallel dazu starten wir auf unseren Kanälen eine zweiwöchige Social-Media-Kampagne rund um den Ehrentag. Wir nehmen dabei einen Aspekt in den Fokus, der im Alltag oft im Schatten bleibt: das Zusammenspiel von Grundgesetz und europäischem Recht. Wer heute in Deutschland lebt, ist gleichzeitig Bürgerin oder Bürger Europas. Viele Rechte, die wir selbstverständlich nutzen – frei reisen, in einem anderen EU-Land arbeiten, gegen Diskriminierung klagen, persönliche Daten geschützt wissen – stützen sich auf beide Säulen. In kurzen Beiträgen, Fakten und kleinen Geschichten machen wir sichtbar, wo das Grundgesetz aufhört, wo das Europarecht ergänzt – und wo beide gemeinsam dafür sorgen, dass Demokratie und Freiheit Alltag sind.
Wer den Ehrentag mitfeiern möchte, ohne vor die Tür zu gehen, kann das über unsere Kanäle tun: folgen, teilen, kommentieren. Jede Reichweite hilft, einem noch jungen Mitmachtag bekannter zu machen.
Mitmachen – drei Wege, dabei zu sein
Der Ehrentag funktioniert nur, wenn viele mitmachen. Drei einfache Möglichkeiten, sich zu beteiligen:
Am 22. und 23. Mai sind wir von 10 bis 18 Uhr auf dem Platz von Netanya in der Dortmunder Innenstadt. Ein kurzer Stopp reicht – für ein Gummibärchen, ein Gespräch oder einfach für die Idee, jemandem an diesem Tag etwas Gutes zu sagen.
Wer nicht in Dortmund ist, kann unsere Kampagne in den sozialen Netzwerken verfolgen, Beiträge teilen und damit den Ehrentag sichtbarer machen.
Eine eigene Idee im Kopf? Auf ehrentag.de lässt sich jede Mitmach-Aktion kostenlos eintragen – egal ob Vorlesestunde, Müllsammeln, Konzert oder Nachbarschaftsfest. Im offiziellen Engagement-Finder wird sie für alle sichtbar.
Denn am Ende gilt, was Bundespräsident Steinmeier dem Ehrentag mit auf den Weg gegeben hat: Er ist, was wir daraus machen.
Mehr von der Auslandsgesellschaft
Der Ehrentag passt zu vielem, was uns das ganze Jahr über beschäftigt: Begegnung, Vielfalt, Verständigung über Grenzen hinweg. Wer Lust hat, tiefer einzusteigen, findet bei uns mehr als nur ein Gummibärchen am Aktionsstand.
Möchten Sie mehr über unsere Arbeit erfahren – wer wir sind, was uns antreibt, wie wir Dortmund seit Jahrzehnten internationaler machen – finden Sie einen idealen Einstieg auf unserer Seite „Über uns“. Für alle, die sich selbst einbringen möchten: Unsere Länderkreise und das Ehrenamt sind das Herzstück der Auslandsgesellschaft – getragen von Menschen, die ihre Begeisterung für ein Land, eine Sprache, eine Kultur teilen wollen.
Wer sich für den europäischen Hintergrund des Ehrentags interessiert, findet bei Europe Direct Dortmund Antworten auf Fragen rund um die EU – und bei Eurodesk Dortmund Beratung zu Auslandsaufenthalten für junge Menschen. Demokratie lebt schließlich nicht nur am 23. Mai.
Interessierte, die Lust auf eine neue Sprache haben – als ungemein individuelle Form von Völkerverständigung – sind bei unseren Sprachkursen richtig. Aktuelle Termine, Lesungen und Diskussionsrunden gibt es jederzeit unter „Veranstaltungen“.







