Cambridge-Prüfung fördern lassen – Wege zur Finanzierung

Englischkenntnisse sind heute der Schlüssel zu globaler Kommunikation, besseren Bildungswegen und beruflichem Erfolg. Cambridge-Sprachprüfungen zählen zu den anerkanntesten Zertifikaten weltweit – sie öffnen Türen zu Universitäten, Unternehmen und fördern das Selbstvertrauen. Doch für viele Familien, insbesondere mit Migrationshintergrund oder geringem Einkommen, scheint der Weg zum begehrten Zertifikat finanziell unerreichbar.

Das muss nicht sein. In diesem Beitrag zeigen wir sechs konkrete Förderwege auf, mit denen Sie finanzielle Hürden überwinden können. Damit Bildung nicht vom Geldbeutel abhängt – sondern von Chancen.

Warum Cambridge? Was das Zertifikat besonders macht

Die Cambridge English Qualifications sind international anerkannte Sprachprüfungen. Sie sind lebenslang gültig, gelten als Qualitätsnachweis für akademische und berufliche Englischkenntnisse und verschaffen Vorteile bei Studienbewerbungen, im Job – und oft auch im Selbstwertgefühl der Jugendlichen.

Allerdings kostet eine Prüfung zwischen 150 und 250 Euro. Für viele Familien ist das schlicht zu viel. Doch wer sich informiert, kann gezielt Fördermöglichkeiten nutzen.

Unterstützung durch das Bildungspaket (BuT)

Für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien bietet das Bildungs- und Teilhabepaket gezielte Unterstützung. Anspruch haben zum Beispiel Familien, die Bürgergeld, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten. Auch Asylbewerberleistungen können einen Anspruch begründen.

Übernommen werden u. a. Kosten für außerschulische Lernangebote – also auch Sprachkurse oder die Vorbereitung auf Prüfungen. In vielen Fällen lässt sich ein Zuschuss zur Prüfungsgebühr beantragen. Anlaufstellen sind in der Regel die Stadt- oder Kreisverwaltungen, häufig direkt beim Jobcenter oder Jugendamt. In Dortmund etwa hilft das BuT-Büro weiter (www.dortmund.de/but).

Wer unsicher ist: Einfach in der Schule nachfragen. Viele Lehrkräfte oder Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter unterstützen gern bei der Antragstellung.

  • Empfänger:innen von ALG II (Bürgergeld), Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld
  • Asylbewerberleistungen
  • Schüler:innen unter 25 Jahren, die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen
  • Übernahme von Teilnahmekosten an außerschulischen Lernangeboten, z. B. Prüfungsvorbereitung oder Sprachkurse
  • Antrag auf Zuschuss für die Cambridge-Prüfungsgebühr ist möglich
  • Bildungsgutscheine und Förderprogramme der Länder

    Neben dem BuT gibt es auf Landes- oder Kommunalebene zusätzliche Förderprogramme. So bietet Nordrhein-Westfalen z. B. das Programm „Bildungsoffensive Englisch“ an. In Berlin gibt es Bildungsfonds für mehrsprachige Kinder, in Hamburg Zuschüsse speziell für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund.

    Diese Programme sind oft zeitlich befristet oder an Projekte gebunden. Es lohnt sich also, regelmäßig bei Schulen, Volkshochschulen, Migrationsberatungen oder direkt beim Sprachinstitut nachzufragen. Wer älter als 16 ist oder selbst eine Cambridge-Prüfung plant, findet auf www.bildungspraemie.info Informationen zur Bildungsprämie des Bundes.

    Förderstiftungen: Hilfe, wenn der Staat nicht hilft

    Auch gemeinnützige Stiftungen setzen sich für Bildungsgerechtigkeit ein. Die Stiftung Bildung etwa unterstützt Kinder mit Startschwierigkeiten, meist in Kooperation mit Schulen. Das START-Stipendium richtet sich an engagierte Jugendliche mit Migrationsgeschichte. Und die Joachim Herz Stiftung kombiniert Sprachförderung mit naturwissenschaftlicher Bildung.

    In NRW vergibt die Walter-Blüher-Stiftung Zuschüsse für Sprachprüfungen an leistungsstarke, aber einkommensschwache Jugendliche. Ein Gespräch mit Lehrerinnen  und Lehrer oder der Schulsozialarbeit kann hier Türen öffnen – denn viele Programme setzen eine Empfehlung voraus.

    Kommunale Programme: Die Stadtverwaltung als Partner

    Einige Städte fördern Sprachzertifikate direkt über ihre Bildungs- oder Integrationspolitik. In Dortmund etwa gibt es Zuschüsse für Cambridge- oder DELF-Prüfungen an bestimmten Schulen. München hat mit dem Bildungspass ein eigenes Modell für Sprachlernende mit Migrationsgeschichte. In Leipzig wird besonders begabten, aber sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern mit einem speziellen Budget geholfen.

    Die Wege sind von Ort zu Ort unterschiedlich. Es lohnt sich, bei der Stadtverwaltung nach Begriffen wie „Bildungsgutschein“, „Integrationsförderung“ oder „Sprachförderung“ zu suchen – oder direkt beim Jugendamt anzurufen.

    Schulinterne Förderfonds: Unterstützung vor Ort

    Manche Schulen verfügen über eigene Fördermittel, etwa durch Elterninitiativen, Sponsoring oder Spendenaktionen. Diese Programme laufen oft unkompliziert über den Förderverein oder das Schulsekretariat. Auch engagierte Lehrkräfte initiieren manchmal eigene Lösungen.

    Wer sich nicht sicher ist: Ein Gespräch mit der Englischlehrkraft kann bereits weiterhelfen. Viele kennen die Förderwege und vermitteln den Kontakt.

    Cambridge Sprachprüfungen | Förderungen

    Fazit: Chancengleichheit beginnt mit Information

    Viele Familien wissen nicht, dass es Fördermöglichkeiten für Cambridge-Zertifikate gibt. Das ändern wir! Bildung darf kein Privileg sein. Wer rechtzeitig informiert ist, kann Fördermittel nutzen und Kindern den Weg zu einem internationalen Sprachzertifikat ebnen – für mehr Selbstbewusstsein, bessere Bildungswege und eine gerechtere Gesellschaft.

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